Wie wechsel ich die Hausverwaltung?

Die Eigentümergemeinschaft  hat in Ausnahmefällen das Recht die Hausverwaltung zu kündigen, wenn diese grobe Fehler begangen hat oder ein wichtiger Grund vorliegt. Hierbei ist zwischen Kündigung und Abberufung des Verwalters zu unterscheiden:

  • Mit der Abberufung ist die Hausverwaltung nicht mehr berechtigt, für die Eigentümergemeinschaft tätig zu werden.
  • Mit der Kündigung wird das Vertragsverhältnis zwischen der Eigentümergemeinschaft und der Hausverwaltung beendet.
Einer Abberufung des Verwalters und gleichzeitiger Kündigung des Verwalterdienstvertrages bedarf es nicht, wenn die Verwalterbestellung und der Verwalterdienstvertrag aufgrund der konkreten zeitlichen Befristung durch Zeitablauf beendet wurden.

Somit gibt zwei Möglichkeiten, den Vertrag zu beenden:

1.) Vertrag läuft ab: Die Verwaltung wird nicht wiederbestellt. Es ist keine weitere Aktivität der Eigentümergemeinschaft nötig.

2.) Vorzeitige Kündigung: Die Gründe können vielfältig sein, vor allem wenn das Vertrauensverhältnis zwischen Verwaltung und Eigentümern gestört ist und eine Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist. Gründe für die fristlose Vertragsauflösung sind dem Verwalter umgehend mitzuteilen und können zum Beispiel sein:

  • Gestörte Zusammenarbeit
  • Keine Vorlage der Abrechnung im Wirtschaftsjahr
  • Fehlendes Beschlussbuch
  • etc.

Auf der Eigentümerversammlung muss die Eigentümerschaft dann zwei Beschlüsse fassen:

  1. Kündigung der Bestellung
  2. Kündigung Verwaltervertrag

Wie bestelle ich die neue Hausverwaltung?

Hierzu sind zwei Tagesordnungenspunkte notwendig: Der Tagesordnungspunkt „Bestellung“ legt fest, welcher Verwalter gewählt wird. Der  Tagesordnungspunkt „Vertrag“ legt dabei die wirtschaftlichen Rahmendaten fest (Leistungen und Preis).

Es wird empfohlen, einen Verwalterwechsel nach Möglichkeit zum Jahresende durchzuführen. Dies vereinfacht später die Abrechnung des abgelaufenen Wirtschaftsjahres.